Guangzhou

Guangzhou Travel Blog

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Heute hie├č es wieder einmal fr├╝h aufstehen, denn mein Zug von Hong Kong nach Guangzhou ist bereits um 9 Uhr gegangen. Der Weg zum Bahnhof dauert etwa eine halbe Stunde und dann mu├čte ich noch ein wenig Zeit f├╝r die Formalit├Ąten bei der Ausreise einplanen. Am Weg zum Bahnhof ist mir schon wieder der handlesende Inder ├╝ber den Weg gelaufen und wollte abermals Geld von mir. Auch diesmal habe ich ihm gesagt, da├č er kein Geld von mir sieht.

Ich habe mich eigentlich darauf eingestellt, da├č ich bei meiner R├╝ckkehr nach Guangzhou vom Ost- zum Hauptbahnhof fahren und dort ein Ticket nach Nanning kaufen mu├č - f├╝r einen Zug der noch heute um 14:00 Uhr abf├Ąhrt und nachts um 2 ankommt. Was mache ich um zwei Uhr nachts in Nanning? Deswegen habe ich mich in Guangzhou beim Fahrkartenschalter nach Alternativen erkundigt, aber es war sowieso hinf├Ąllig, denn der erste Zug nach Nanning, f├╝r den noch Tickets verf├╝gbar waren, geht morgen in der fr├╝h um 7 und ist um etwa 19:00 Uhr dort.

Das hei├čt, ich mu├č also eine Nacht in Guangzhou verbringen. In weiser Voraussicht habe ich mir schon in Hong Kong f├╝r diesen Fall die Adresse eines Hostels rausgesucht. Das Riverside Youth Hostel habe ich nach einer halben Stunde U-Bahn-Fahrt und weiteren 10 Minuten Fu├čmarsch erreicht. Obwohl der Weg nur kurz war, bin ich ziemlich ins Schwitzen gekommen - das Thermometer zeigt hier 34┬░C und die Luftfeuchtigkeit ist auch ziemlich hoch.

Gleich nach meiner Ankunft habe ich mich auf die Suche nach Essbarem begeben und bin in ein nahegelegenes Restaurant gegangen. Leider habe ich einen Fehler gemacht und gebratene Gans bestellt. Au├čer Haut und schon wieder Knochen war da nicht viel dran. Also nicht wirklich satt geworden, aber f├╝r gerade 2 EUR war auch nicht gerade viel Geld investiert.

Im Hostel habe ich einen Taiwanesen kennengelernt, der in Australien lebt. Er ist gerade unterwegs durch China Richtung Mongolei und Russland, also quasi die umgekehrte Route. Also haben wir uns gegenseitig nat├╝rlich viel zu erz├Ąhlen gehabt und sind dann gemeinsam Abendessen gegangen. Diesmal woandershin, war erstens billiger, zweitens mehr und drittens endlich ohne Knochen. Trotzdem h├Ątte ich gerne ein wenig mehr Fleisch gehabt.

Anschlie├čend habe ich noch einen Supermarkt aufgesucht - der war wirklich sehr gro├č, aber so richtig f├╝ndig bin ich nicht geworden. Ich wollte mich mit Proviant f├╝r die Zugfahrt morgen eindecken, aber in einem chinesischen Supermarkt einkaufen wenn nichts in lateinischen Lettern beschriftet ist, dauert ziemlich lange. Naja, jetzt habe ich eine Packung Joghurt, Kekse, Erdn├╝sse und etwas zu trinken. "Train Food", wie ich die chinesischen Fertiggerichte getauft habe, habe ich mittlerweile satt, denn das ist immer Nudeln mit unterschiedlichen Geschmacksstoffen und irgendwelchem k├╝nstlichen Zeug drin. Notfalls kann ich mir hoffentlich noch etwas im Zug kaufen. Schokolade h├Ątte ich gerne noch gehabt, war aber im Supermarkt nicht auffindbar. In Hong Kong habe ich in jedem kleinen Laden Kakao bekommen, aber auch den scheints in China nicht zu geben.
babybelly says:
hallo fremder!
du hast ja wirklich pech mit dem essen. vermisst du schon ein bestimmtest gericht oder ding besonders?
bussi
Posted on: Oct 07, 2007
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Guangzhou
photo by: westwind57