Finding Nemo

Airlie Beach Travel Blog

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Am Boot habe ich natürlich gut, wenn auch nicht zu lange geschlafen, Frühstück war schon recht früh und selbst am frühen morgen hat die Sonne schon ordentlich vom Himmel gebrannt. Nach dem Frühstück ging es gleich zu einer Bucht in einer anderen Insel zum Schnorcheln. Ins Wasser darf man in dieser Gegend und um diese Jahreszeit nur mit "Stinger Suir", einem Ganzkörper-Badeanzug, der vor Quallen schützt. Einen solchen haben alle schon gestern ausgefaßt und in dieser modischen Gewandung und mit Schnorchel und Brille bewaffnet sind wir also ins Wasser und Richtung Ufer geschwommen.

Das Bild, das sich dann unter der Wasseroberfläche geboten hat, war wirklich beeindruckend. Der ganze Boden war bedeckt von unterschiedlich gefärbten Korallen und Schwämmen, dazwischen lauter bunte Fische - ein Anblick, an dem man sich kaum sattsehen kann. Allerdings waren auch relativ viele Quallen zu sehen und nachdem der Stinger Suit Füßte, Hände und Kopf nicht schützt, sollte man den Kontakt natürlich trotzdem vermeiden.

Wieder zurück am Boot haben wir die Fahrt Richtung Whithaven Beach fortgesetzt. Dieser Strand hat den weißesten und feinsten Sand, den man sich vorstellen kann. Uns wurde erklärt, es handle sich um sehr hochwertiges Silizium (98,9%) und daher sei dieser Sand zur Herstellung des Hubble-Teleskops verwendet worden. Bevor wir zum Strand gegangen sind, haben wir einen Aussichtspunkt erklettert, von dem es eine wunderbare Sicht über den Strand gab und tatsächlich habe ich weder so blaues Wasser noch so weißen Sand jemals vorher gesehen. Anschließend waren wir natürlich am Strand, allerdings wurden wir mehrfach gewarnt, den Kontakt zwischen elektronischen Geräten und Sand zu vermeiden, denn der Sand dringe durch seine Feinheit überall ein und sei in der Lage, kameras, Handys etc. zu zerstören.

Während wir am Strand waren, wurde am Schiff das Mittagessen zubereitet. Nach demselben ging es weiter in eine weitere Bucht, wieder zum Schnorcheln. Diese Bucht war noch viel schöner als die am Vormittag, Fische in allen Farben und Formen sind durch genauso bunte Korallen und Pflanzen geschwommen. Außerdem habe ich hier keine einzige Qualle gesehen, dafür Clownfisch Nemo und all seine bunten Freunde. Dort haben wir uns natürlich ausgiebig Zeit gelassen bevor wir schließlich einen Ankerplatz für die Übernachtung gesucht und gefunden haben. Während wir auf das Mittagessen gewartet haben, hat sich ein Delphin dem Boot genähert und hier gejagt, was natürlich für besondere Begeisterung gesorgt hat. Einzig schade war heute nur die Tatsache, daß im Grunde Windstille geherrscht hat, was das Segeln, auf das sich alle gefreut haben, unmöglich gemacht hat, weswegen das Boot die ganze Zeit mit Motor zwischen den Inseln durchgetuckert ist.

Das Abendessen war wieder sehr gemütlich und hat sich reichlich in die Länge gezogen. Der Skipper hat von seinen Erlebnissen erzählt, es war natürlich spannend, zuzuhören, wieviel davon allerdings Seemannsgarn war, werde ich wohl nicht herausfinden. Rundum war es stockdunkel und außerdem war Neumond. Die Folge war wieder ein sehr beeindruckender Sternenhimmel. Und nachdem Skipper und Koch nachts an Deck schlafen, habe ich es ihnen nachgetan und habe die Matratze aus meiner Kajüte aufs Deck geschleift. Dort war es zwar nicht viel, aber zumindest ein klein wenig kühler. Ich habe mich dort zur Nachtruhe gebettet und bin bald darauf unter einem wunderbaren Sternenhimmel eingeschlummert.
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Airlie Beach
photo by: Anouksreizen