Erster Zwischenstop

Kiev Travel Blog

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Heute morgen bin ich also am riesig gro├čen Bahnhof von Kiev angekommen. Die erste negative Erfahrung hab ich auch schon gemacht, heute in der Metro hat sich jemand unrechtmaessig meiner Bankomatkarte bemaechtigt (die mittlerweile gesperrt ist, danke). Nachdem ich fast alles Geld und Dokumente irgendwo am Koerper trage, war der finanzielle Verlust marginal (irgendwo <15 EUR in diversen Waehrungen). Aergerlich wars trotzdem, zumal ich meine Hand auf der entsprechenden Hosentasche gehalten habe, um genau das im Gedraenge zu vermeiden, einmal kurz angerempelt, Hand weggeschoben und schon wars weg. Naja, ich war jedenfalls happy mein weiteres Geld gut versteckt zu haben, wenigstens ist das nicht umsonst.

Vormittags war das Wetter nicht so toll, zwischendurch hats leicht genieselt, nachmittags ists dann schoen geworden. Unzaehlige Paare haben hier geheiratet, an jeder Ecke ein Brautpaar, auch einen Teil einer orthodoxen Hochzeit hab ich mitverfolgt. Die orthodoxen Kirchen sind sehr schoen hier, lauter goldene Tuermchen, die meisten sind aber fast neu wiederaufgebaut weil sie im Krieg zerstoert wurden, sehen also alle aus wie neu. Unter einer der Kirchen ist auch eine Art Katakomben, sieht so aehnlich aus wie der Ort unter dem Petersdom in Rom, wo die verstorbenen Paepste begraben sind. Durch die verwinkelten Gaenge sind unzaehlige Moenche im Gaensemarsch gelaufen und haben sehr schoen gesungen und gebetet. Jeder, der da hineingeht, bekommt eine Kerze, war eine eigenartige Stimmung.

Bin also den ganzen Tag durch Kiev gelaufen, leider gabs nirgendwo ein sauberes Klo, das ich dringend gesucht hab. Gegenueber vom Bahnhof ist ein McDonalds, da hab ich zwar nichts gegessen, aber es gab ein Klo - und was fuer eins. Nach jedem Klobesucher hat eine Putzfrau eigens aufgewischt und Deo versprueht.

Apropos essen, war ich auch, sehr gut sogar, Huhn Kiev mit Kartoffeln und danach Teigtaschen gef├╝llt mit Kirschen *lecker*. Am Bahnhof hab ich dann noch ein Internetcafe gesucht und gefunden, dort hat mich meine F├╝hrerin verlassen und ich hab auf den Zug gewartet. Der Bahnhof in Kiev sieht eher aus wie ein Flughafen als ein Bahnhof. Riesig gro├č. Als es dann Zeit zur Abfahrt war, hab ich den Zug nicht gleich gefunden - aus irgendeinem Grund war er nicht angeschrieben, aber als ich nachgefragt habe, auf welchem Bahnsteig er abf├Ąhrt, hie├č es Bahnsteig 1 - und dort bin ich auch f├╝ndig geworden. Auch den richtigen Waggon hab ich gleich gefunden - und der war reichlich luxuri├Âs. Nagelneu, hat sogar noch nagelneu gerochen. Extrem sauber, digitale Displays an den beiden Enden des Ganges haben ├╝ber Temperatur, Uhrzeit, Klostatus etc. Auskunft gegeben. Eine russische Familie ist dann noch zu mir gestossen, ich bin dann aber bald schlafen gegangen.
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Kiev
photo by: Biedjee