Dunedin

Dunedin Travel Blog

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Drau├čen war es noch stockdunkel, als um f├╝nf Uhr morgens unser Wecker gel├Ąutet hat. Wir sind schnellstm├Âglich aufgebrochen - trotz wolkenverhangenen Himmels. Obwohl wir unterwegs nur f├╝r einen Igel, einen Hasen und ein Wiesel gebremst haben, haben wir es nicht rechtzeitig zu Sonnenaufgang nach Moeraki geschafft - was uns aber angesichts des auch hier bew├Âlkten Himmels nicht viel ausgemacht hat. Die Objekte unserer Begierde waren zahlreiche kugelrunde Steine unterschiedlicher Gr├Â├če, die hier auf einer L├Ąnge von etwa hundert Metern am Strand verstreut liegen. Niemand wei├č offenbar, wie diese Steine entstanden oder hierhergekommen sind. Einige sehen aus, als w├Ąren sie aufgeplatzt.

Wir haben auch hier eine Stunde auf Wetterbesserung gewartet, aber wir hatten kein Gl├╝ck. Wir haben unsere Fahrt fortgesetzt nach Dunedin, wo wir als erstes die Baldwin Street aufgesucht haben - die mit 38% laut Guinnes Buch die steilste Stra├če der Welt. Diese Steigung wollten wir unserem Auto nicht zumuten, also sind wir nur das erste St├╝ck hinaufgefahren, um wenigstens ein Foto machen zu k├Ânnen und den Rest zu Fu├č gegangen - der Gehsteig ist so steil, da├č es hier Stufen gibt.

Im Anschlu├č sind wir direkt ins Stadtzentrum gefahren und haben uns bei der Touristeninformation ein Info-Blatt ├╝ber zwei Historic Walks besorgt. Nachdem wir unser Auto geparkt haben, sind wir teilweise den angegebenen Routen durch die Stadt gefolgt, vorbei an der Trinity Church, die wie viele ehemaligen Kirchen in Dunedin nun einem anderen Zweck (Theater) dient, weiter ├╝ber die St. Joseph's Cathedral und schlie├člich zum Bahnhof. Das Bahnhofsgeb├Ąude ist eindeutig der H├Âhepunkt in der Stadt und wundersch├Ân. Um es allerdings sehen zu k├Ânnen, mu├čten wir beinahe eine halbe Stunde warten, bis die vielen Autobusse davor abgefahren sind - denn die haben den Bahnhof leider lange verdeckt.

Nachdem wir dem ├Ârtlichen Internetcafe einen Besuch abgestattet haben und japanisch essen waren, mu├čte ich noch ein Versprechen einl├Âsen und ein Foto von einem Haus machen, in dem meine Gastgeberin in den Blue Mountains fr├╝her gewohnt hat. Das war leider nicht in Dunedin wie angenommen, sondern in Waitati, einem Vorort, der einige Kilometer vom Zentrum entfernt ist. Unser heutiges Ziel war die Albatrosskolonie auf der Otago Peninsula, einer Halbinsel direkt neben Dunedin. Die Stra├če auf diese Halbinsel hinaus war ziemlich lang und kurvenreich und als wir schlie├člich angekommen sind, war es schon zu sp├Ąt, um die Albatrosskolonie - weltweit die einzige am Festland - zu besuchen. Das hat uns aber nicht weiter gest├Ârt, denn dort m├╝├čte man ohnehin einen viel zu ├╝berhaltenen Eintritt bezahlen, also haben wir uns darauf beschr├Ąnkt, im Informationszentrum die Schautafeln anzusehen und anschlie├čend im Freien den Albatrossen beim Fliegen zuzusehen - mit einer Fl├╝gelspannweite von bis zu drei Metern sind es schon recht beeindruckende V├Âgel.

Wir haben au├čerdem erfahren, da├č um etwa halb zehn Uhr abends die Pinguine sich vom Meer in ihre H├Âhlen am Ufer zur├╝ckziehen. Dieses Schauspiel wollten wir uns nicht entgehen lassen - und ganz untypisch f├╝r Neuseeland war es sogar kostenlos. Nach dem Abendessen sind wir vom Parkplatz hinunter zum Strand gegangen. Nachdem wir beinahe eine halbe Stunde gewartet haben, war trotz fortschreitender Dunkelheit ein gro├čer schwarzer Fleck im Wasser zu sehen, der sich schnell dem Ufer gen├Ąhert hat. Bestimmt an die 50 Pinguine auf einmal sind an Land geschwommen und haben sich etwas tollpatschig auf den Weg zu ihren unterirdischen Nestern gemacht - einige sind nur wenige Zentimeter vor uns vorbeigelaufen. Obwohl man in der Dunkelheit nicht allzuviel sehen konnte, war  es ein sch├Ânes Erlebnis.
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photo by: crystalware