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DMZ

Hue Travel Blog

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Um sechs Uhr sollte uns heute der Bus abholen, um uns in die entmilitarisierte Zone zu bringen. Gedauert hats schlu├čendlich aber bis halb sieben. Das Wetter war nicht gerade berauschend, schon in der Nacht hat es ausgiebig geregnet. Als erstes ist der Bus zu einem anderen Hotel gefahren um noch ein paar Mitreisende einzuklauben. Offenbar war der Bus aber ├╝berbucht, denn zwei Personen haben keinen Platz mehr bekommen. Die vietnamesische L├Âsung: Man hole aus dem Hotel zwei Sessel, stelle sie im Bus in den Mittelgang und jeder hat einen Sitzplatz.

Die Fahrt war ziemlich lang, etwa zwei Stunden, dann gabs Fr├╝hst├╝ck in einem Hotel. Danach gings weiter zu einem Kriegsmuseum, wo es im Freien Panzer und Hubschrauber aus dem Vietnamkrieg zu sehen gab, unter Dach hingegen einige Fotos k├Ąmpfender und sterbender Soldaten. Von dort sind wir wieder zur├╝ckgefahren zu jenem Hotel, wo wir gefr├╝hst├╝ckt haben - jetzt gabs dort Mittagessen. In den vergangenen drei Stunden scheint dort einiges schief gegangen zu sein, denn am Boden verstreut lagen Essensreste, St├Ąbchen und Teller wild durcheinander. In diesem Chaos haben wir zu Mittag gegessen, bevor es anschlie├čend ins Zentrum der DMZ zu bringen.

Dort bildet ein Flu├č die ehemalige Grenze zwischen Nord- und S├╝dvietnam. Die DMZ darum ist 90 Kilometer breit, so wirklich entmilitarisiert war das Gebiet allerdings nie - im Gegenteil, die heftigsten K├Ąmpfe im Vietnamkrieg (den die Vietnamesen ├╝brigens als "amerikanischen Krieg" bezeichnen) haben hier stattgefunden, unter anderem wurde das Gebiet heftig bombardiert, soda├č ├╝berall entsprechende Krater zu sehen sind. Die Einheimischen wu├čten sich allerdings zu helfen und haben sich eingegraben, in diesem Gebiet befindet sich ein umfangreiches Tunnelsystem, das sie sich zum ├ťberleben geschaffen haben.

Diese Tunnel haben wir auch angeschaut - die waren allerdings wirklich f├╝r Vietnamesen gebaut, ziemlich niedrig und schmal, dort unten war es hei├č und schw├╝l. Viele Leute haben es dort angeblich f├╝nf Jahre ausgehalten, ich war allerdings froh, als ich wieder drau├čen war.

Danach gings wieder zur├╝ck Richtung Hue, drei Stunden Fahrzeit. Nachmittags war das Wetter zwar ein wenig besser, aber mittlerweise hat es wieder heftig zu regnen begonnen. Als wir wieder in Hue angekommen sind, waren einige Stra├čen kn├Âcheltief ├╝berflutet. Aber ich denke, das kommt hier ├Âfter vor. Auch die Fahrt tags├╝ber hat durch ├╝berflutetes Gebiet gef├╝hrt.

Trotz des Regens bin ich mit dem Kanadier abends auf Lokalsuche gegangen und auch f├╝ndig geworden. In einem guten Lokal haben wir dann neben Fr├╝hlingsrollen und Reiskeksen ein gutes Dessert verkostet: Frittierte Banane in Orangensaft.
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Hue
photo by: Paulovic