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Chinesische Mauer

Beijing Travel Blog

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Heute bin ich recht früh aufgestanden, denn um 6 war Abfahrt zur chinesischen Mauer. Etwa 7 Leute aus diesem Hostel sind mitgekommen und zu einem in der Nähe abgestellten Bus gegangen - wie sich herausgestellt hat, hat derselbe dann auch noch bei anderen Hostels Mitfahrer eingesammelt, schließlich war der Bus bis auf den letzten Platz voll. Nach einer beinahe vierstündigen Fahrt haben wir schließlich JinShangLing erreicht - eine Stelle an der Mauer, die so weit von Peking entfernt ist, daß sich nicht ganz so viele Touristen hierher verirren. Außerdem ist hier, im Gegensatz zu vielen anderen Orten in der Nähe Pekings, die Mauer weitgehend im Originalzustand.

Ich hab mich dazu entschieden, mit der Seilbahn hinaufzufahren - nicht weil ich zu faul zum gehen war sondern weil ich mir habe sagen lassen, daß man von dort einen schönen Ausblick auf die Mauer hat. Das hat sich zwar nicht als falsch, aber als überflüssig erwiesen, denn die schönste Aussicht hat man schließlich von der Mauer selbst. Trotzdem, die Fahrt mit einer chinesischen Seilbahn war auch interessant. Die Mauer ist an unterschiedlichen Stellen unterschiedlich breit und unterschiedlich gut oder schlecht erhalten. Das lustige ist, daß die Ziegel dem Verlauf der Natur folgen, dh. nicht waagrecht verlegt sind - ausgenommen einige sehr, sehr steile Stücke. An vielen Stellen ist der Zustand der Mauer so schlecht, daß man in Europa keinesfalls Touristen auch nur in die Nähe lassen würde. Etwa alle hundert Meter ist ein Turm oder die Überreste davon, dort verkaufen Einheimische Wasser und T-Shirts zu überzogenen Preisen. Allerdings hab ich gestern schon 1,5l Wasser zu günstigen Konditionen im Supermarkt erworben und heute mitgenommen.

Das Wetter war sonnig, aber sehr dunstig - also eigentlich optimal, einerseits passend zum Fotographieren und andererseits hat die Sonne nicht unerträglich heiß heruntergebrannt. Fernsicht war mittelmäßig, zwischendurch hat man in der Ferne die Autobahn gesehen, die die Chinesen nächstes Jahr zur Olympiade fertiggestellt haben wollen, um Touristen in einer statt in vier Stunden von Peking dorthin zu bringen.

Im Grunde war immer von einer zehn Kilometer langen Wegstrecke die Rede, die wir auf der Mauer zurücklegen sollten, ehe uns der Bus am anderen Ende wieder einsammelt. Im Grunde dürften es aber lediglich 7 gewesen sein. Unterwegs hab ich ein paar Wiener getroffen, mit denen ich mich unterhalten habe. Im Preis für die ganze Sache, etwa EUR 25.- incl. Busfahrt und Eintritte, war auch Mittagessen inkludiert. Das war ein Buffet mit chinesischem Essen und nachdem ich satt werden wollte, hab ich die Stäbchen sein lassen und mit richrtigem Esswerkzeug gegessen. Danach, etwa gegen drei Uhr, sind wir wieder zurück aufgebrochen. Ich war reichlich müde und erschöpft, wir sind wie angekündigt ganz pünktlich um 19:30 wieder ins Hostel zurückgekehrt.
babybelly says:
du erlebst ja jeden tag ein neues abenteuer.bin schon auf deine vielen fotos gespannt!!!bussi
Posted on: Sep 26, 2007
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Beijing
photo by: Deats