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Cat Pa Island

Hanoi Travel Blog

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Am Boot habe ich eigentlich sehr gut geschlafen. Nach dem Frühstück (Gestern getoastetes Brot, drei Stücke Speck und Toast) sind wir etwa eine Stunde weitergefahren, bis die Gruppe sich getrennt hat - einige haben eine zweitätige, andere so wie ich eine dreitägige Tour gebucht. Während also einige am Boot geblieben sind, um nach Hong Gai zurückzufahren, bin ich mit sechs anderen auf ein kleines Beiboot umgestiegen, das uns nach Cat Pa Island gebracht hat. Dort sind wir ein Stück mit dem Bus gefahren und dann abermals in ein kleines Boot umgestiegen, das uns wieder zu einer Höhle gebracht hat. Diese wurde erst 1996 entdeckt und ist zwar kleiner als die, die wir gestern besucht haben, aber viel interessanter und touristisch nicht ganz so erschlossen. Für die Höhlenbeleuchtung etwa steht neben dem Eingang ein Dieselgenerator. Diese Höhle liegt offenbar nur ganz knapp unter der Erdoberfläche, denn innen hingen dünne Wurzeln ganz gerade von der Decke, sicher 7 Meter lang, auf der Suche nach Wasser am Höhlenboden.

Soetwas habe ich vorher noch nicht gesehen. Nachdem wir mit dem Boot wieder zum Bus zurückgebracht worden sind, haben wir die Fahrt mit dem Bus nach Süden von Cat Pa Island fortgesetzt und dort unser Hotel bezogen. Wieder habe ich mit dem Kanadier ein Zimmer geteilt und am Nachmittag sind wir zu den drei Stränden in dieser Gegend spaziert. Nach Baden war mir nicht, es war zwar warm, aber das Wasser war es auch, außerdem war es wolkig. Zwei dieser drei Strände (jeweils zwischen 100 und 200 Meter lang und etwa 15 Meter breit) waren touristisch mit Hotels erschlossen, der dritte war netter - ohne Hotels.

Am Rückweg sind wir an der eigentlichen Besonderheit dieses Ortes vorbeigegangen - dem "Floating Village", also einem schwimmenden Dorf. Unzählige Boote nebeneinander, mit Wasserwegen dazwischen, bilden ein großes Dorf am Wasser. Angeblich wohnen 10.000 der insgesamt 20.000 Bewohner von Cat Pa Island auf Booten. Diese Boote sind aber allesamt sehr ärmlich und schmutzig. Über diesem Floating Island haben wir uns den Sonnenuntergang angesehen und uns ein wenig im Ort umgesehen, der aber zum Großteil aus Hotels besteht.

Abendessen gabs im Hotel, vietnamesisch, gleich wie gestern. Vietnamesisches Essen ist zwar gut, aber irgendwie schmeckt alles sehr ähnlich. Portionen gibt es keine, es kommen einfach große Schüsseln auf den Tisch, aber da ist nicht allzu viel drauf. Danach sind wir noch in eine Bar gegangen, wo man gratis Billiard spielen konnte. Nachdem wir etwa 10 Minuten dort waren, ist draußen ein sintflutartiger Regenguß niedergegangen, das Wasser hats bis weit ins Lokal hineingeweht. Wir sind trocken geblieben und als wir uns später auf den Rückweg gemacht haben, wars schon lang wieder vorbei.

Mit dem Wetter hatte ich bisher ohnehin Glück - Regen hatte ich bisher kaum, nur in Irkutsk einen Tag, den ich sowieso im Hostel verbracht habe und gestern habe ich für 2 Minuten meinen Schirm ausgepackt, aber sonst hats nur während der Zugfahrt oder Nachts geregnet, also wirklich naß bin ich noch nicht geworden - ich hoffe es bleibt dabei.
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Hanoi
photo by: mario26