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Bushwalk

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Um nach Abschluß meines Telematikstudiums ein bisschen mehr von unserem Globus zu sehen, habe ich beschlossen, denselben einmal in östlicher Richtung zu umrunden - wenn möglich, ohne Flugzeug. Ob mir das gelingt, weiß ich nicht, aber ihr könnt meine Erfahrungen und Erlebnisse jedenfalls hier mitverfolgen. Viel Spaß!

Bushwalk

Um 09:00 Uhr war heute "Bushwalk" angesagt, doch vorher mußte ich noch meine Sachen packen und auschecken. An diesem Bushwalk, der mit AUD 15.- relativ günstig war, haben aber mit mir nur drei Personen teilgenommen, war also eine gemütliche Gruppe. Unser Buschmannführer hat uns allerlei Kurioses und Interessantes über Pflanzen und Tiere erzählt und was die Eingeborenen daraus machen. Er hat uns unterschiedliche Sorten an mehr oder weniger unappetitlichen Spinnen gezeigt, darunter eine, deren Netz so fest ist, daß man die Spinne mittlerweile züchtet um aus ihren robusten Fäden allerlei Dinge zu fertigen. Eine andere Spinne bedient sich eines einzelnen Blattes, rollt es zusammen und baut sich innen ein Nest, eine Sorte Ameisen macht etwas ähnliches mit mehreren Blättern. Bei wieder einer anderen Sorte frißt das Spinnenweibchen das Männchen nach der Befruchtung einfach auf. Im Grunde war das ganze wie Universum, nur live und entsprechend spannender.

Unser Buschmann hat uns anschließend zu einem Strand geführt, wo außer uns kein Mensch war, dort sind wir zwar nicht wirklich schwimmen gegangen, aber die Wellen waren heute außerordentlich hoch und nachdem er uns erklärt hat, wo es sicher ist, ins Wasser zu gehen ohne in eine der gefährlichen Strömungen zu geraten, sind wir durch die Wellen getaucht. Anschließend hat er uns alle mit einem nach Zimt und Rosmarin duftenden Schlamm eingerieben und erklärt, wofür das alles gut ist, von stinkenden Füßen angefangen bis zu Bissen giftiger Spinnen hilft es offenbar so gegen ziemlich alles. So mit Schlamm bekleckert sind wir in eine Höhle am Strand geklettert, in der sich Fledermäuse aufgehalten haben, anschließend haben wir den Schlamm in den Wellen wieder abgespült und sind dem Strand entlang zurück zum Hostel gegangen.

Der beste Weg, um etwas von der Gegend hier zu sehen, ist eine Art Motorradtour. Eigentlich sind es keine richtigen Motorräder, die sehr einfach zu fahren sind. Nachdem uns erklärt wurde, man bräuchte weder Erfahrung noch Motorradführerschein, haben ich mich mit einigen anderen dazu angemeldet. Beinahe niemand ist vorher mit einem motorisierten Zweirad unterwegs gewesen. Gegen halb drei wurden wir schließlich abgeholt und zu jenem Ort gebracht, wo sicher 50 dieser Gefährte herumgestanden sind. Nachdem jeder Schutzbekleidung, Helm und Fahrzeug ausgefaßt hatte,  gab es eine kurze Einführung, dann ist es auch schon gleich losgegangen, durch wunderschöne grüne Landschaft, das Wetter war herrlich. An einigen Stellen sind Känguruhs über die Straße gehüpft oder sind neben der Straße herumgehoppelt. Gegen Abend sind wir zur Nordspitze von 1770 gefahren und haben dort bei Sonnenuntergang das Abendessen eingenommen, das mit Pommes Frites ohne Beilage relativ einfallslos war.

Wieder zurück im Hostel hatte ich nun noch gut eine halbe Stunde, bevor der Greyhound-Bus Richtung Norden mich und einige andere abgeholt hat. Nach etwa dreieinhalb Stunden ist der Bus gegen 23:30h in Rockhampton angekommen. Hier habe ich mir schon vor einigen Tagen CouchSurfing-Unterkunft gesichert und wurde freundlicherweise trotz später Stunde abgeholt. Hier nächtige ich nun bei einem sehr netten älteren Ehepaar.
70,042 km (43,522 miles) traveled
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