Blue Mountains

Katoomba Travel Blog

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Gegen acht Uhr bin ich per S-Bahn in Richtung Hauptbahnhof aufgebrochen. Dort habe ich ein Ticket nach Katoomba in den Blue Mountains gelöst. Überraschenderweise habe ich sogar noch einen Zug früher erreicht als eigentlich vorgesehen. Die Fahrt nach Katoomba hat gute zwei Stunden gedauert, war aber sehr schön. Dort angekommen, habe ich ein Ticket für den Hop-on Hop-Off Bus gelöst und habe mich gleich auf die Suche nach dem zuvor für eine Nacht gebuchten Hostel gemacht. Dort habe ich nur meinen Rucksack abgestellt und bin gleich zur Bushaltestelle aufgebrochen, weil ich den Tag noch nutzen wollte.

Katoomba liegt nahe einer steil abfallenden Felswand, von der aus man eine atemberaubende Aussicht in die Blue Mountains hat. Ungewöhnlich und daher namensgebend ist der blaue Dunst, der ständig im Tal liegt und, wie ich mir erklären habe lassen, aus nichts anderem besteht als aus den zahlreichen Eukalyptusbäumen verdunstenden Öl. Klingt plausibel, denn der Duft nach Eukalyptus liegt schon ein wenig in der Luft.

Vom Bus habe ich mich also an einen Punkt bringen lassen, von dem drei unterschiedliche Seilbahnen ausgehen, eine von einer Seite eines Tals auf die andere und zwei ins Tal hinunter, davon eine eine Standseilbahn. Ich hatte zwar ein Ticket für alle drei, aber zunächst bin ich zu Fuß losgegangen. In der Umgebung gibt es einige Wege, die zu spektakulären Aussichtspunkten führen, die haben eine ganze Weile in Anspruch genommen. Wieder am Aussichtspunkt angekommen, habe ich zunächst die Seilbahn ins Tal genommen. Die Kabine ist zum großteil aus Glas, die Aussicht ist also sehr gut aber nicht besser als von oben. Nach mir sind eine ganze Menge Japaner eingestiegen, die offenbar noch nie eine Seilbahn gesehen haben.

Unten war dann eine Art Steg durch den Regenwald angelegt, über den man auf unterschiedlichen Routen zur Standseilbahn gehen konnte, die wieder zurück nach oben fährt. Nachdem ich noch Zeit hatte, hab ich mir den längsten Weg ausgesucht. Die Standseilbahn schließlich war wirklich interessant - angeblich die steilste ihrer Art. Man sitzt dabei in Wagen, die eigentlich aussehen wie jene einer Achterbahn, nur größer und ohne jede Bügel zum Anhalten. Ich habe einen Platz in der ersten Reihe ergattert, wegen bester Aussicht, was sich durchaus gelohnt hat. Nachdem der Bahnsteig unten waagrecht ist, sitzt man beim Einsteigen etwas schief. Die Fahrt nach oben ist schließlich wirklich spannend und ziemlich schnell.

Als letztes Ticket war noch jenes für die Seilbahn über das Tal übrig. Das war wieder nicht ganz so spannend wie erwartet, denn die schönen Aussichten hatte ich schon zuvor von anderen Punkten. Das Interessante war, daß der Boden der Seilbahn teilweise aus zerkratztem Glas war und man ziemlich tief nach unten hätte sehen können, wäre das Glas auch durchsichtig gewesen. Aber wenigstens gab es einen Wasserfall zu sehen, in dem ein Regenbogen geschimmert hat. Auf der anderen Seite angekommen, wollte ich von dort zurück zum Hostel gehen, natürlich am Kliff entlang. Das habe ich auch gemacht, bis ich am "Echo Point", dem spektakulärsten und größten Aussichtspunkt in dieser Gegend, angekommen bin.

Von dort bin ich auf einem Umweg weiterhin der steil abfallenden Felswand entlang (für diejenigen, die sich Sorgen machen: Es gibt Zäune) und auf einem Umweg zurück ins Hostel gegangen. Eigentlich nur, um für meine Nächtigung zu bezahlen, denn das mußte ich vor halb acht Uhr abends erledigen. Vorher ging es nicht, denn unterwegs mußte ich mir heute noch Bargeld besorgen. Nachdem ich das erledigt habe, war ich reichlich hungrig und bin in die angeblich beste Pizzaria im Ort gegangen. Wie sollte es anders sein, wollte ich eigentlich nachher nochmals zum Echo Point, um den Sonnenuntergang zu sehen - ich bin gerade noch rechtzeitg hingekommen, um den letzten Rest Sonne hinter der gegenüberliegenden Felswand verschwinden zu sehen.
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Katoomba
photo by: monkeymia79