Bay of Islands

Russell Travel Blog

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Schon bevor uns der Wecker um sechs Uhr aus dem Bett geklingelt hat, hat uns heftiger Regen aus dem Schlaf gerissen. Wir wollten eigentlich bei Sonnenaufgang durch die Whangarei Heads fahren, angesichts es heftigen Regens und der dichten Wolken haben wir uns zum Weiterschlafen entschieden. Etwas enttäuscht ob des schlechten Wetters sind wir nach Whangarei zurückgefahren und haben den Rest des Vormittags im Internetcafe verbracht. Den langsam aufkommenden Hunger wollten wir mit chinesischem Takeaway stillen - nachdem wir aber endlich die Whangarei Falls gefunden haben, wo wir die soeben erworbene Nahrung konsumieren wollten, hat sich das chinesische Curry als völlig ungenießbar herausgestellt.

Inzwischen hat es wenigstens aufgehört, zu regnen und so sind wir zum Fuß der Whangarei Falls hinuntergestiegen. Wahrscheinlich wegen des Regens hat der Wasserfall recht viel Wasser geführt und völlig unerwartet war es auch gleichzeitig der beeindruckendste, den wir in Neuseeland gesehen haben. Vom Wasserfall weiter führt ein 2km langer Weg zum "A.H. Reed Memorial Kauri Park", wo wir einen Wald aus Kauri-Bäumen erwartet haben. Die dicken Kauri-Bäume waren schon bei den Maori wegen ihres guten Holzes sehr beliebt, auch die Europäer wußten nach der Entdeckung Neuseelands das Kauri-Holz sehr zu schätzen - so sehr, daß sie nahezu den ganzen Bestand abgeholzt haben.

Heute stehen die wenigen noch existenten Exemplare unter Naturschutz, die Bäume wachsen nur sehr, sehr langsam. Viele von diesen Bäumen haben wir nicht gesehen, aber zumindest zwei sehr dicke und hohe Exemplare haben uns schon sehr beeindruckt. Der Wald besteht aber keinesfalls aus Kauri, sondern eher aus Regenwald - mit dem dazu passenden sehr feuchten Klima. Ein "Canopy Walkway" führt zwischen den Bäumen durch, allerdings lange nicht so beeindruckend, so hoch oder so lang wie jener in Taman Negara in Malaysia.

Trotzdem haben wir uns einige Zeit dort aufgehalten, am Rückweg zu den Wasserfällen hat es wieder leicht zu regnen begonnen, bevor der Himmel seine Schleusen abermals geöffnet hat, waren wir aber wieder zurück im Auto. Nur wenige Kilometer entfernt liegt Kawakawa - ein Ort, dessen einzige Sehenswürdigkeit eine öffentliche Toilette in der Hauptstraße ist. Dieselbe ist das letzte Werk des im Jahr 2000 verstorbenen Künstlers Friedensreich Hundertwasser, der vor seinem Tod einige Jahre in Kawakawa gelebt hat.

Unser Tagesziel war die Bay of Islands - wie der Name schon vermuten läßt, eine Bucht mit einigen (Halb)inseln. Der Ort mit der besten Lage, weil zentral auf einer Halbinsel gelegen, ist Russell. Am einfachsten ist der Ort mit der Fähre zu erreichen, wir haben uns aber für die Schotterstraße entschieden und so hat es einige Zeit gedauert, bis wir angekommen sind - in strömendem Regen versteht sich. In Russell haben wir schließlich den "Flagstaff Hill" aufgesucht - auf dem kleinen Hügel mit Fahnenmast (aber ohne Fahne) befindet sich ein kleiner Parkplatz, den wir für die Übernachtung auserkoren haben.
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Russell
photo by: rrrenata