Battlefield Park

Quebec City Travel Blog

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Schon vor sieben Uhr morgens haben mich die ersten Sonnenstrahlen geweckt und ich habe mich gleich auf den Weg gemacht - zunächst zum Parlament, einem imposanten Gebäude mit viel Blumenschmuck und einem Springbrunnen davor. Das nächste Stadttor gleich nebenan und ich bin wieder Richtung Altstadt spaziert. Wie bereits gestern Abend habe ich um acht Uhr morgens die Fähre auf die andere Seite des Stroms genommen, um heute die von der Morgensonne beleuchtete Stadt zu sehen. Es war ziemlich kalt und windig, eine Stunde später war ich wieder auf der Fähre zurück nach Quebec. Dort habe ich ein wenig ausgiebiger die schmalen Gassen der Altstadt erkundet, viele kleine Lokale und Antiquariate liegen dort. Der bekannteste Platz ist wohl der Place Royale, der auch heute noch so aussieht wie vor hundert Jahren. Nachdem das Schuljahr hier zuende geht, strömen unglaubliche Massen an Schülern durch die Straßen, die ihren Schulausflug zu Jahresende hier verbringen. Am späten Vormittag war mir wieder nach einer Mittagspause, also bin ich nach einem französischen Frühstück wieder zurück nach Hause gegangen.

Nachmittags habe ich Alain zu einem Freund begleitet, der in einigen Tagen eine Bar eröffnen will. Dort sollte er wireless Internet installieren, denn in Quebec läuft ein Projekt, das vorsieht, bis 2012 die ganze Stadt kostenlos mit WLAN zu versorgen.
Danach wollte ich mir zunächst den "Battlefield Park" ansehen, einen großen Park an den südlichen Klippen der Stadt. Den Weg dorthin habe ich durch den "modernsten" Stadtteil gewählt, aber selbst hier gibt es nur zwei oder drei wirklich hohe Gebäude, alles andere wirkt sehr gemütlich und gepflegt. Im Park angekomen, war vom Schlachtfeld, auf dem sich Franzosen und Briten gezankt haben, nicht mehr viel zu sehen. Lediglich ein paar ausgediente Kanonen stehen rund um eine große ovale Fläche, die von einem Rollerskating-Weg umgeben ist. Unter dem Park liegt das städtische Wasserreservoir, einige große Lüftungsrohre erinnern daran. Die allermeisten der vielen Bäume sind natürlich, wie sollte es in Kanada anders sein, Ahornbäume, in deren Schatten oftmals Einheimische vor sich hinschlummern. Neben zahlreichen Eichhörnchen ist mir sogar ein Murmeltier begegnet, obwohl mir der Park als etwas ungewöhnlicher Lebensraum erscheint, gibt es angeblich ein paar davon hier.

Abends bin ich mit meinem Gastgeber essen gegangen, unweit seines Zuhause gibt es ein asiatisches Lokal, wo man seine eigenen Getränke mitbringen darf. Aus diesem Grund haben wir erst eine Flasche Wein erworben, der Kellner hat diese gleich ganz selbstverständlich geöffnet und Gläser und Wasser gebracht. Dort haben wir den Abend bei gutem Essen gemütlich verbracht, auf einer leichten Anhöhe gelegen konnten wir die Sonne untergehen sehen.
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Quebec City
photo by: peppertm