Bangkok

Bangkok Travel Blog

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Schnupfen war heute schon viel besser. Zunächst habe ich meine Weiterreise festgelegt: Morgen früh fahre ich zum schwimmenden Markt und am Abend nehme ich den Nachtbus nach Phuket. Ich hasse zwar nichts mehr, als nachts mit dem Bus zu fahren und die Fahrt dauert 17 Stunden, aber mit dem Zug wäre es noch komplizierter gewesen. Außerdem verfügt die thailändische Bahn über keine Abteilwagen bzw. nur in der allerersten Klasse und die ist wirklich verhältnismäßig teuer. Nachdem ich hoffe, in Phuket einen Strand zum Ausruhen zu finden, hab ich mir gedacht, daß ich das schon irgendwie hinkriegen werde und wenn ich nicht ganz ausgeschlafen bin, ist das auch nicht so tragisch.

Den heutigen Tag wollte ich aber besser nutzen. Nachdem ich also meine Wäsche zum Waschen gebracht habe (ich hätte sie ja selbst gewaschen, aber das ist an einer ganz einfachen Sache gescheitert: Kein Stöpsel für das Waschbecken...), wollte ich zunächst zum Königspalast. Eigentlich wollte ich mit dem Taxi hinfahren, weil das hier so billig ist - wenn man darauf besteht, daß das Taxameter eingeschaltet ist. Das habe ich getan, woraufhin dem Taxifahrer aber eingefallen ist, daß er mich leider nicht zu meinem Fahrziel bringen kann, weil er ganz dringend jemanden aus einem Hotel abholen will. Also bin ich zu Fuß gegangen, wirklich weit wars ohnehin nicht. Der Palast sieht nett aus und in der Umgebung stehen überall überdimensionale Bildnisse von König Bhumibol, die ihn beim Telefonieren, Saxophonspielen oder Regieren zeigen. Offenbar mag er Bilder von sich.

Den Park rund um den Palast kann man leider nicht betreten, aber gleich daneben ist der Zoo, von dem ich gelesen habe, daß er sehr interessant sein soll - was sich aber nicht bestätigt hat. Nichts war in diesem Zoo besonders aufregend, war auch nicht allzu liebevoll gestaltet. Die Vogelinsel, eine Art begehbarer Vogelkäfig, hält bei weitem nicht, was Reiseführer versprechen. Also habe ich mich dort auch nicht allzu lange aufgehalten und bin zu einem Tempel mit dem klingenden Namen "Wat Benchamabophit" weitergegangen - der war hingegen beeindruckend, wie die meisten Tempel hier. Während buddhistische Tempel in den bisher bereisten Ländern hauptsächlich in rot gehalten sind, so sind sie hier weiß und die Dächer mit viel Gold und bunten Steinen verziert.

Nachdem ich mir in "Wat Pho" gestern nur den liegenden Buddha angesehen habe, wollte ich dort nochmal hin. Dieser Tempel liegt aber ganz woanders, allerdings ist er über den Fluß erreichbar. In Bangkok gibt es Boote als Massennahverkehrsmittel, die fahren am Fluß entlang und legen alle paar hundert Meter an, mal am einen, mal am anderen Ufer. Es gibt unterschiedliche Linien, die an unterschiedlichen Stellen stehenbleiben. Die Stationen waren gottseidank auf meinem Stadtplan eingezeichnet. Die Fahrt kostet 13 Baht, also etwa 35 Eurocent. Dafür bekommt man einen schönen Blick vom Wasser auf die Stadt.

Nachdem ich mich dort nun länger aufgehalten habe, bin ich zu Fuß wieder zurück zum Hotel gegangen, vorbei an Bangkoks größter Tempelanlage, Wat Phrakaew. Dort wollte ich später wieder hin, wenn das Licht zum Fotographieren besser war, also bin ich zunächst zum Hotel in die Khaosan Road zurückgegangen und habe mich dort umgeschaut. Als ich aber wieder zurück zu Wat Phrakaew gegangen bin, war dort schon geschlossen, man kann leider nur bis 15:30h hinein. Also muß ich das auf morgen verschieben. Nachdem ich heute den ganzen Tag noch nichts gegessen habe, bin ich dann essen gegangen und heute hat es auch mit dem scharfen essen wieder geklappt.

Anschließend habe ich mir den Luxus einer einstündigen Massage gegönnt - Für EUR 5.- gibts hier was es zuhause um mehr als den zehnfachen Preis gibt. Außerdem hatte ich noch nie so eine gute Massage, die können das hier offenbar wirklich. Reichlich entspannt und mit der Absicht, das gleich morgen wieder zu wiederholen, bin ich zum Hotel zurückgekehrt - nicht ohne vorher meine gewaschene Wäsche abzuholen.
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photo by: Deats