Angkor
October 28, 2007
Nachts hat es ordentlich gewittert, draußen sowie ich in meinem Verdauungssystem. In der Annahme, in Angkor Wat gäbe es ohnehin genügend Toiletten, bin ich also aufgestanden und war um fünf Uhr bereit, abgeholt zu werden. Der Tuk-Tuk-Fahrer, der mich hätte abholen sollen, kam aber nicht - also hab ich im Hotel (dem anderen, in dem ich keinen Platz hatte) nachgefragt. Dort war ihnen das Problem bekannt, der Fahrer hatte offenbar einen Motorschaden bei seinem Gefährt. Nachdem es nun bereits 5 Minuten vor halb sechs war und dem Hotelpersonal bewußt war, daß ich den Sonnenaufgang sehen wollte, haben sie mich per Motorrad hingebracht. Unterwegs mußte ich teure 20 USD eintritt bezahlen, die sich aber gelohnt haben. Vom nächtlichen Gewitter war nichts mehr zu sehen und wenige Minuten nachdem ich das Areal betreten habe, ging über Angkor Wat die Sonne auf.
Nach ausgiebigem Fotographieren und bestaunen habe ich mich eineinhalb Stunden wieder am Eingang eingefunden, wo mich ein Tuk-Tuk-Fahrer nun wie vereinbart abholen sollte. Hat er auch. Nachdem die einzelnen Tempel (und es sind derer viele) weit auseinander liegen, habe ich mich also von Tempel zu Tempel bringen lassen und dabei natürlich nicht alle gesehen, denn es sind wirklich viele. Während Angkor Wat sicherlich der größte ist, gibt es daneben noch kleinere, die mich aber weit mehr fasziniert haben. Der Tempel Angkor Wat ist freigelegt von aller Botanik, während andere Tempel vom Dschungel geradezu vereinnahmt werden. Riesige Bäume, die ich zuvor bestenfalls im botanischen Garten gesehen habe, halten mit ihren Wurzeln die Tempel zusammen - wie Riesenkraken, die etwas umklammern. Vieles ist natürlich eingestürzt, vieles aber auch wieder aufgebaut. Allerdings ist es egal, zu welchem Tempel man kommt, alle haben eines gemeinsam: Sehr detaillierte Steinreliefen, alle Wände sind voll davon, es muß eine Ewigkeit gedauert haben, die alle anzufertigen. Einige der Tempel sind richtige Tempelberge, also in Stufen, aber ähnlich einer Pyramide, aufgebaut. Ein paar davon sind erhalten, die Treppen sind allerdings ziemlich steil.
Bei den einzelnen Tempeln verkaufen natürlich Eltern mit ihren Kindern allerlei Dinge, vorzugsweise Bücher, T-Shirts, Flöten, Armreife, Getränke und Obst - und das sehr aufdringlich. Egal, worum es sich handelt, wenn man auf ein Angebot hin sagt "Ich hab schon eins, ich brauch keins mehr", dann kommt als sehr überzeugende Antwort "Dann kauf halt noch eins" oder "Aber das hast Du nicht von mir gekauft". Am frühen Nachmittag hatte ich jedenfalls schon genug - acht Stunden waren für mich mehr als ausreichend, auch wenn viele andere ganze drei Tage hier verbringen. Ich habe mich dann zurück zum Hotel bringen lassen und in weiterer Folge zum Postamt, wo ich die in Vietnam und heute erstandenen Souvenirs nach Hause schicken wollte.
Obwohl befürchtet, hat meine Verdauung ausgehalten, aber so wirklich wohlgefühlt habe ich mich noch immer nicht. Wie vorgestern von der Ärztin aufgetragen, habe ich meine Körpertemperatur ständig beobachtet, sie ist ein paar Mal auf 37,2°C geklettert, was aber laut ihrer Auskunft nicht bedenklich sei. Nachmittags habe ich mich also ein wenig ausgeruht und schließlich hatte ich die Idee, ich könnte ja in Kambodscha nach dem zuhause empfohlenen Malariamedikament namens "Artesunate" suchen. Während meine Suche in China und Vietnam erfolglos war (obwohl es genau dort angeblich überall vorrätig sei), hatte ich heute Glück - in einer Apotheke konnte ich drei Packungen davon erwerben, allerdings zu einem komplett überzogenen Preis. Während Einheimische sicher nicht mehr zahlen als 50 Cent (wenn überhaupt), mußte ich 4 USD pro Packung hinlegen - feilschen war, ganz gegen asiatische Gewohnheit, überhaupt nicht möglich. Eigentlich wäre eine Packung ausreichend, allerdings ist das Medikament in Europa laut Auskunft meines Arztes nicht erhältlich (obwohl es in Belgien hergestellt wird) und gegen Malaria das beste überhaupt, man könne es auch gefahrlos auf Verdacht nehmen, da es sich um ein rein biologisches, nebenwirkungsfreies Produkt handelt. Diese Aussage deckt sich auch mit dem beiliegenden Datenblatt. Es schadet also nicht, wenn ich etwas davon vorrätig habe - und sei es für zukünftige Reisen.
Abends bin ich dann essen gegangen, nachdem ich mich tagsüber hauptsächlich von Bananen ernährt habe (die sind hier übrigens winzig klein und sehr süß). Die Frühlingsrollen haben mir heute schon deutlich besser geschmeckt als gestern - auch wenn ich mich noch immer nicht ganz hundertprozentig wohlfühle, ich werde heute wieder mal früh schlafen gehen, denn morgen gibts die spannende Busfahrt nach Thailand, von der man sagt, sie sei eine fürchterliche Qual ob der schlechten Straßenverhältnisse in Kambodscha...
Nach ausgiebigem Fotographieren und bestaunen habe ich mich eineinhalb Stunden wieder am Eingang eingefunden, wo mich ein Tuk-Tuk-Fahrer nun wie vereinbart abholen sollte. Hat er auch. Nachdem die einzelnen Tempel (und es sind derer viele) weit auseinander liegen, habe ich mich also von Tempel zu Tempel bringen lassen und dabei natürlich nicht alle gesehen, denn es sind wirklich viele. Während Angkor Wat sicherlich der größte ist, gibt es daneben noch kleinere, die mich aber weit mehr fasziniert haben. Der Tempel Angkor Wat ist freigelegt von aller Botanik, während andere Tempel vom Dschungel geradezu vereinnahmt werden. Riesige Bäume, die ich zuvor bestenfalls im botanischen Garten gesehen habe, halten mit ihren Wurzeln die Tempel zusammen - wie Riesenkraken, die etwas umklammern. Vieles ist natürlich eingestürzt, vieles aber auch wieder aufgebaut. Allerdings ist es egal, zu welchem Tempel man kommt, alle haben eines gemeinsam: Sehr detaillierte Steinreliefen, alle Wände sind voll davon, es muß eine Ewigkeit gedauert haben, die alle anzufertigen. Einige der Tempel sind richtige Tempelberge, also in Stufen, aber ähnlich einer Pyramide, aufgebaut. Ein paar davon sind erhalten, die Treppen sind allerdings ziemlich steil.
Bei den einzelnen Tempeln verkaufen natürlich Eltern mit ihren Kindern allerlei Dinge, vorzugsweise Bücher, T-Shirts, Flöten, Armreife, Getränke und Obst - und das sehr aufdringlich. Egal, worum es sich handelt, wenn man auf ein Angebot hin sagt "Ich hab schon eins, ich brauch keins mehr", dann kommt als sehr überzeugende Antwort "Dann kauf halt noch eins" oder "Aber das hast Du nicht von mir gekauft". Am frühen Nachmittag hatte ich jedenfalls schon genug - acht Stunden waren für mich mehr als ausreichend, auch wenn viele andere ganze drei Tage hier verbringen. Ich habe mich dann zurück zum Hotel bringen lassen und in weiterer Folge zum Postamt, wo ich die in Vietnam und heute erstandenen Souvenirs nach Hause schicken wollte.
Obwohl befürchtet, hat meine Verdauung ausgehalten, aber so wirklich wohlgefühlt habe ich mich noch immer nicht. Wie vorgestern von der Ärztin aufgetragen, habe ich meine Körpertemperatur ständig beobachtet, sie ist ein paar Mal auf 37,2°C geklettert, was aber laut ihrer Auskunft nicht bedenklich sei. Nachmittags habe ich mich also ein wenig ausgeruht und schließlich hatte ich die Idee, ich könnte ja in Kambodscha nach dem zuhause empfohlenen Malariamedikament namens "Artesunate" suchen. Während meine Suche in China und Vietnam erfolglos war (obwohl es genau dort angeblich überall vorrätig sei), hatte ich heute Glück - in einer Apotheke konnte ich drei Packungen davon erwerben, allerdings zu einem komplett überzogenen Preis. Während Einheimische sicher nicht mehr zahlen als 50 Cent (wenn überhaupt), mußte ich 4 USD pro Packung hinlegen - feilschen war, ganz gegen asiatische Gewohnheit, überhaupt nicht möglich. Eigentlich wäre eine Packung ausreichend, allerdings ist das Medikament in Europa laut Auskunft meines Arztes nicht erhältlich (obwohl es in Belgien hergestellt wird) und gegen Malaria das beste überhaupt, man könne es auch gefahrlos auf Verdacht nehmen, da es sich um ein rein biologisches, nebenwirkungsfreies Produkt handelt. Diese Aussage deckt sich auch mit dem beiliegenden Datenblatt. Es schadet also nicht, wenn ich etwas davon vorrätig habe - und sei es für zukünftige Reisen.
Abends bin ich dann essen gegangen, nachdem ich mich tagsüber hauptsächlich von Bananen ernährt habe (die sind hier übrigens winzig klein und sehr süß). Die Frühlingsrollen haben mir heute schon deutlich besser geschmeckt als gestern - auch wenn ich mich noch immer nicht ganz hundertprozentig wohlfühle, ich werde heute wieder mal früh schlafen gehen, denn morgen gibts die spannende Busfahrt nach Thailand, von der man sagt, sie sei eine fürchterliche Qual ob der schlechten Straßenverhältnisse in Kambodscha...
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