Airlie Beach

Airlie Beach Travel Blog

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Die Busfahrt war wie alle nächtliche Busfahrten eher ein Albtraum, ich habe praktisch überhaupt nicht geschlafen. Vom Bus aus habe ich dafür einen wunderschönen Sonnenaufgang hinter der nebelbedeckten Landschaft gesehen - das war bereits vor fünf Uhr morgens. Um sechs Uhr erreichte der Bus schließlich Airlie Beach, wo ich eine dreitägige Segeltour machen wollte.  Der Ort ist eine Touristenstadt, die sich mit Orten wie Lignano vergleichen läßt. Bei der Buchung habe ich eine Telefonnummer erhalten, bei der ich mich melden sollte, wenn ich ankomme, also habe ich trotz der frühen Morgenstunde dort angerufen wurde wenig später an der Bushaltestelle abgeholt.

Ich habe mir zeigen lassen, wo ich mich um 12:30h zur Abfahrt des Bootes einfinden soll und habe meinen Rucksack zur Aufbewahrung übergeben. In Airlie Beach gibt es eine Badelagune, eine ziemlich abartige Einrichtung, denn keine zehn Meter hinter dem Strand sind künstliche Badelacken angelegt, in denen die Leute statt am Strand baden. Einerseits zwar verständlich, weil es hier ziemlich viele und sehr gefährliche Quallen im Meer gibt, andererseits lassen sich die auch mit Netzen fernhalten. Ins Wasser wollte ich hier aber sowieso nicht, eigentlich wollte ich mich nur in den Schatten legen und den nachts versäumten Schlaf nachholen. So ganz hat das aber nicht geklappt, denn erstens war es heiß und zweitens laut.

Nachdem ich mir im Supermarkt eine Art Mittagessen besorgt habe, habe ich mich auf den Weg zum Hafen gemacht. Es hat nicht lange gedauert und ich habe die anderen Passagiere dort warten sehen. Mit einer Ausnahme waren alle aus Deutschland. Nachdem es geheißen hat, am Boot gibt es alles nur Alkohol solle man selbst besorgen, habe ich eine Flasche Rotwein im nahegelegenen Bottleshop erworben. Nachdem man aber kein Glas mitnehmen darf, habe ich den Wein in eine Plastikflasche umfüllen müssen.

Schließlich kam der Schiffsbesitzer, ein Italiener, mit dem Skipper und nach einiger Wartezeit, in denen offenbar Pizza für uns angefertigt wurde, konnten wir das Schiff, die "Schooner Friendship", besteigen. Ein schönes Segelboot aus Holz, ich habe die kleinste Kabine bekommen, die aber gleichzeitig auch die angenehmste war, denn es war die einzige, in der man sich zum Schlafen nicht irgendwie verkrümmen mußte um Platz zu finden. Der Nachmittag bestand im wesentlichen aus einer Fahrt zu einer Bucht in den Whitsunday Islands, wo wir auch die Nacht verbracht haben. Abends gab es Barbecue am Schiff und ich wurde aufgeklärt, daß Rotwein auf Schiffen unerwünscht ist, weil Rotweinflecken aus dem Boden nicht mehr herausgehen. Nachdem mir das allerdings zuvor niemand gesagt hat, durfte ich meinen Wein trotzdem schlürfen, mir wurde allerdings angedroht, daß ich im Falle des Verschüttens als Strafe eine ganze Dose Vegemite auslöffeln muß.

Gottseidank waren alle Leute auf dem Schiff wirklich nett, besonders der Skipper hat uns mit seinem unglaublichen Humor ständig unterhalten. Der Sternenhimmel war wieder sehr beeindruckend, wenn auch nicht ganz so schön wie in der Mongolei. Das Kreuz des Südens (das auf der australischen Flagge symbolisierte Sternbild) sei aber um diese Jahreszeit nicht zu sehen. 
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Airlie Beach
photo by: Anouksreizen