Adelaide

Adelaide Travel Blog

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Wieder bin ich viel zu früh aufgewacht. Ich habe meinen letzten Schokolademuffin und den letzten illegal nach South Australia importierten Apfel (eigentlich hätte ich ihn vor der Grenze in einen "Quarantine Bin" werfen müssen) zum Frühstück verzehrt und mich anschließend wieder im Zug geduscht. Das Wetter war schlecht und wurde immer schlechter. Als ich in den nichtklimatisierten Vorraum gegangen bin, war ich sehr überrascht, daß es draußen offenbar kälter ist als im Waggon selbst - und das, obwohl hier heute astronomisch betrachtet eigentlich der Sommer beginnen sollte.

Der Vormittag verging recht schnell und der Schaffner hat zunächst verkündet, daß der Zug pünktlich (um 10 Minuten nach 13:00 Uhr) in Adelaide ankommen wird. Wenige Zeit später hat er allerdings gemeint, der Zug würde sogar früher, nämlich bereits um halb eins ankommen. Wieder einige Zeit später, nachdem der Zug Port Augusta passiert und den Gegenzug des "Indian Pacific" (der Darwin mit Sydney verbindet) abgewartet hat, hat der Schaffner verkündet, der Zug würde noch vor 12 Uhr in Adelaide ankommen. Ich habe also meinen Gastgeber in Adelaide kontaktiert, der mir freundlicherweise angeboten hat, mich vom Bahnhof abzuholen, und ihm die neue Ankunftszeit mitgeteilt.

Tatsächlich ist der Zug zehn Minuten vor zwölf Uhr mittags bei strömendem Regen im Bahnhof von Adelaide angekommen. (So schlechtes Wetter habe ich glaube ich auf meiner ganzen Reise noch nicht erlebt.) Zwar gab es hier einen richtigen Bahnsteig und ein Bahnhofsgebäude mit flughafenartigen CheckIn-Schaltern, allerdings ist der Bahnhof genauso flughafenmäßig außerhalb der Stadt gebaut wie in Australien scheinbar üblich. Als ich ein Viertelstündchen auf mein Gepäck gewartet habe, bin ich auch abgeholt worden. Die Straßen waren regelrecht überflutet - wie mir erklärt wurde, weil es sehr lange sehr trocken war und die Kanäle mit Sand und Müll verstopft sind. Ich wurde also zunächst ins Stadtzentrum gebracht, wo ich einige Weihnachtseinkäufe erledigen wollte. Auch hier ist mir einiges bekannt vorgekommen. Ich bin also durch einige der Shopping Malls gelaufen, wo drei Tage vor Weihnachten mindestens genauso viel los ist wie zuhause auch.

Als ich das Einkaufszentrum wieder verlassen habe, hat doch glatt kurz die Sonne geschienen, um nach wenigen Minuten allerdings wieder zu verschwinden. Mitten auf einer Kreuzung in der Einkaufsstraße war eine Sandskulptur eines überdimensionalen, klavierspielenden Weihnachtsmannes zu bewundern. Es gab so viele Geschäfte, daß die Zeit bis halb sechs, wo ich wiederum abgeholt werden sollte, sehr schnell verging. Ich wurde also zuerst zu meiner Unterkunft gebracht (auch deutlich außerhalb des Stadtzentrums), dann zum Abendessen besorgen (zu dem ich dankenswerterweise eingeladen worden bin) und schließlich nocheinmal in ein Einkaufszentrum, wo ich auch wirklich fündig geworden bin.

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Adelaide
photo by: shirlan