Abfahrt nach Hong Kong

Shanghai Travel Blog

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Heute Vormittag hab ich mein Zimmer noch ausgenutzt und meine Sachen gepackt, Check-out time war um 12:00 Uhr. Meinen Rucksack hab ich im Hostel deponiert. Nachmittags bin ich noch zu einer Einkaufsstraße gefahren, bin dort entlang bis zum People's Square gegangen und dann wieder zurückgefahren. Eigentlich wollte ich dann noch in einem Supermarkt Proviant für die Bahnfahrt kaufen, aber soetwas wie Supermarkt gibt es in Shanghai scheinbar nur selten. Als ich gefragt habe, wo ich einen solchen finden kann, habe ich zur Antwort bekommen, der nächste sei zu Fuß 20 Minuten weg. Nachdem ich keine Lust hatte, so weit zu laufen, nur um Proviant zu kaufen, hab ich mir auf der Straße Bananen, Mandarinen und einen Granatapfel gekauft, was als Proviant erstens sehr billig und zweitens ausreichend war für eine Nacht.

Dann hab ich mein Gepäck geholt und bin zum Bahnhof gefahren. Am Bahnhof ist natürlich wieder das Gepäck durchleuchtet worden. Auf den Bahnsteig darf man nur mit gültigem Ticket, dh. das wird schon vorher entwertet. Ich habe, weils günstiger war, ein "Hard Sleeper"-Ticket genommen - zu meiner Überraschung gab es zwar Abteile (mit 6 Betten), aber ohne Türen, das ist mir bisher nicht untergekommen. Ich habe mich zwar zuerst etwas unwohl gefühlt, in einem nicht absperrbaren Raum schlafen zu müssen, hab dann aber meinen Rucksack unter dem Bett und meine Wertsachen unter meinem Polster deponiert. Bettzeug war vorhanden, die Betten sind im Grunde von der gleichen Qualität wie im "Soft Sleeper"-Abteil, in dem ich von Peking nach Shanghai gefahren bin, nur daß hier sechs statt vier Betten und eben keine Türen waren.

Im ganzen Zug waren glaube ich nur Chinesen oder zumindest Asiaten. Irgendwie war ich da wohl Blickfang, denn immer wieder haben mich Chinesen angestarrt als ob ich eine knallrote Nase und grüne Ohren hätte. Und wenn Chinesen einmal starren, dann hören sie nicht wieder auf damit, nicht einmal, wenn man zurückstarrt. Egal, die Leute im Abteil waren nett - und ich habe mich so daran gewöhnt, daß Chinesen nicht englisch sprechen, daß ich mit einem im Abteil angefangen habe, mit meinem PointIt zu kommunizieren, als er doch englisch zu sprechen begonnen hat.

Je weiter sich der Zug vom Bahnhof entfernt hat, desto ärmer sind die Behausungen links und rechts der Bahn geworden, bis nur noch Ruinen zu sehen waren. Schwer vorstellbar, daß das die gleiche Stadt ist.
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Shanghai
photo by: Chokk