Oaxaca - Tag 2

Oaxaca Travel Blog

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Heute gab's mal wieder eine Touri-Tour. Erster Stop war an einem unglaublichen Baum ("Arbol del Tule"), einer ca 2000 Jahre alten Zypresse, die in einem kleinen Dorf steht. Zwar ist dieser Baum weder der groesste noch der aelteste, mit seinen 58 Metern Umfang jedoch der breiteste Baum der Erde. Oh man, wenn der doch blos reden koennte... 2000 Jahre Geschichte... Wahnsinn, vor so einem Lebewesen zu stehen!
2. Stop war in einem kleinen Dorf namens Teotitlan del Valle, in dem uns traditionelle Webarbeiten gezeigt und natuerlich am liebsten verkauft worden waeren. Nunja, das hat man ja auf fast allen derartigen Touren, aetzend war nur, dass die Geschichte sich 1 1/2 Stunden hingezogen hat...
Hauptattraktion an diesem Tag war die Ausgrabungsstaette in Mitla. Ein recht kleines, aber interssantes Gelaende, wo man unter anderem eine Grabkammer besichtigen konnte. Diese war eigentlich sehr nett, nur die Steinplatte, an der ich mir den Schaedel angedonnert habe fand ich weniger toll... Ansonsten war zB interessant zu erfahren, dass die damaligen Priester fast ihr gesamtes Leben (schlafen, essen, arbeiten) auf ihren Matten (aus Palmblaettern) verbracht haben. Nach ihrem Tod wurden sie in diese Matten eingewickelt und begraben. Daher ist auch heute noch ein Synonym fuer "sterben": "jemanden in seine Matte rollen"... wo kommt eigentlich "ins Gras beissen" genau her???
Ebenfalls sehr sehr beeindruckend war, nach einer laengeren Fahrt durch eine sehr schoene Berglandschaft, der "Hierve el agua", eine Art "Steinwasserfall". Durch Regen und die Mineralien aus dem Gestein haben sich hier riesige beeindruckende, wasserfallaehnliche Struktueren gebildet, erinnern etwas an Formationen in einer Tropfsteinhoehle, nur eben sehr sehr gross und aussen am Berg. Ausserdem gibt es hier (mehr oder weniger natuerliche) Pools, in denen man auch schwimmen kann, dazu hatten wir allerdings keine Zeit...
Auf dem Rueckweg wurden wir von den Guides in einem sauteuren und wenig schoenen Restaurant abgestellt. Dazu muss man sagen, dass es vorher keine Moeglichkeit fuer ein Mittagessen gab und es inzwischen bereits nach 17h war. Das und noch ein paar andere Dinge fuehrte dazu, dass wir bei der um 18h nachfolgenden Besichtigung einer Mescal-Fabrik den Guide gefragt haben, wie lange dass denn noch dauert, weil wir eigentlich schon wieder in Oaxaca haetten sein sollen um dort ins Restaurant zu gehen (was spaeter auch prompt zu hatte), woraufhin dieser Kerl promt ausfallend und laut geworden ist. Anscheinend hat der gedacht, er koenne uns kleine Maedels platt reden. Nunja, unser Hostel, bei dem wir gebucht hatten war uns sehr dankbar, dass wir ihnen am Abend erzaehlt haben, was da so alles abgelaufen ist (5 verschiedene Guiedes, Zeitaufteilung, Buswechsel etc). Anscheinend haben wir mit unserer Beschwerde da eine kleine Lawine losgetreten. Und die Guiedes mussten uns auf eigene Rechnung das gesamte Geld erstatten. Ich fands unglaublich witzig...! Nur schade, dass das Restaurant schon zu hatte, aber wir sind dann einfach wieder zu dem Italiener gegangen, wo wir eine herrliche Pizza und einen super Nachtisch (Crepe mit einer Ziegenmilch-Sauce) gegessen, und eine sehr nette Australierin kennen gelernt haben.
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Oaxaca
photo by: tonygiglio